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HIF Global und German eFuel One GmbH sichern e-Methanol aus Uruguay

Der Markt für synthetische Kraftstoffe macht einen sichtbaren Schritt nach vorn. HIF Global und das deutsche Unternehmen German eFuel One GmbH haben eine Abnahmevereinbarung für e-Methanol geschlossen. Geplant sind rund 100.000 Tonnen pro Jahr aus dem Projektstandort Paysandú in Uruguay.

Die Vereinbarung legt die Grundlage für eine langfristige Zusammenarbeit. Für beide Unternehmen geht es dabei um Planungssicherheit: HIF Global erhält einen festen Abnehmer für einen Teil der künftigen Produktion, German eFuel One sichert sich Zugang zu zertifiziertem e-Methanols.

Zwei Unternehmen mit klarer Rolle

HIF Global gehört zu den international aktiven Entwicklern großskaliger Power-to-X-Projekte. Das Unternehmen ist bereits in Chile, den USA und Australien engagiert und verfolgt ein konsistentes Modell: Erneuerbaren Strom in Regionen mit guten Bedingungen nutzen und daraus transportfähige Kraftstoffe herstellen.

German eFuel One mit Sitz in Deutschland konzentriert sich auf die Produktion und Vermarktung synthetischer Kraftstoffe für den europäischen Markt. Dafür braucht das Unternehmen verlässliche Vorprodukte. e-Methanol spielt dabei eine zentrale Rolle, weil es sich flexibel weiterverarbeiten lässt.

Das e-Methanol Projekt in Paysandú

In Paysandú, im Westen Uruguays, plant HIF Global eine Anlage mit rund 1,1 Gigawatt Elektrolyseleistung. Aus erneuerbarem Strom wird dort zunächst grüner Wasserstoff erzeugt. Dieser reagiert anschließend mit CO₂ zu Methanol.

Die geplante Größenordnung zeigt, dass es sich nicht um ein Demonstrationsprojekt handelt, sondern um industrielle Produktion. 2025 erhielt das Projekt eine umweltrechtliche Standortfreigabe durch die Behörden Uruguays. Damit ist eine wesentliche Voraussetzung für Bau und Finanzierung geschaffen.

Warum Uruguay als Standort überzeugt

Uruguay verfügt über einen hohen Anteil erneuerbarer Stromerzeugung, insbesondere aus Wind- und Wasserkraft. Die Energieversorgung gilt als stabil, politische Rahmenbedingungen als verlässlich. Für stromintensive Elektrolyseprozesse sind das entscheidende Faktoren.

Hinzu kommt die geografische Lage. Über Seehäfen lässt sich das produzierte e-Methanol nach Europa exportieren. Die geplante Anlieferung über den Hamburger Hafen knüpft an bestehende Handels- und Logistikstrukturen an.

Die strategische Rolle von e-Methanol

Methanol ist ein weltweit gehandeltes Basismolekül der Chemieindustrie. Es ist flüssig, gut lagerbar und vergleichsweise einfach zu transportieren. Diese Eigenschaften machen es für den internationalen Handel mit erneuerbaren Energieträgern besonders geeignet.

e-Methanol kann direkt als Kraftstoff eingesetzt werden, etwa in der Schifffahrt. Es kann aber auch als Ausgangsstoff für synthetisches Benzin, Diesel oder Kerosin dienen. Damit steht es am Anfang mehrerer Wertschöpfungsketten.

Bedeutung für den deutschen Markt

Europa wird langfristig auf Importe erneuerbarer Moleküle angewiesen sein. Flächenverfügbarkeit, Strompreise und Genehmigungsverfahren setzen Grenzen für die heimische Produktion.

Das Projekt in Uruguay zeigt, wie solche Lieferketten konkret aussehen können: Produktion in erneuerungsstarken Regionen, Transport per Schiff, Nutzung und Weiterverarbeitung in Europa.

Mit der geplanten Menge von 100.000 Tonnen pro Jahr entsteht ein Volumen, das über Pilotmaßstab hinausgeht. Es trägt dazu bei, dass sich der deutsche Markt für synthetische Kraftstoffe schrittweise industrialisiert.

Bildquelle: German eFuel One GmbH
Quelle: German eFuel One GmbH

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