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Eni und BMW vereinbaren HVO-Betrieb für Dienstwagenflotten

Eni und die BMW Group haben eine gemeinsame Initiative für Firmenwagen mit Dieselmotor vorgestellt. Die beiden Konzerne haben am 13. Juli 2026 vereinbart, dass BMW seine gewerblichen Flotten in Italien auf einen vollständig aus erneuerbaren Quellen gewonnenen Kraftstoff umstellt. Verkauft wird dieser unter dem Namen HVOlution durch Enilive, die auf nachhaltige Mobilität ausgerichtete Tochter des Energiekonzerns.

Woraus der Sprit entsteht, verantworten zwei Werke in Venedig und Gela. Dort landen vor allem Rückstände aus Küche und Lebensmittelindustrie im Prozess, etwa ausgediente Frittierfette oder tierische Nebenprodukte, aus denen paraffinischer Dieselersatz wird. Weil dieser die Spezifikation EN 15940 erfüllt, lässt er sich ohne Umbau tanken. BMW hat ihn für alle Dieselmodelle ab Zulassungsjahr Ende 2014 freigegeben, sofern die zweite Motorengeneration verbaut ist.

HVO-Verbrauch der Firmenflotte lückenlos nachweisbar

Den Kern der Kooperation bildet eine Versuchsflotte, mit der BMW ein Nachweisverfahren erprobt. Jede Tankung wird gegen die Abrechnung des Flottendienstleisters gehalten, sodass sich pro Wagen exakt belegen lässt, wie viel erneuerbarer Kraftstoff tatsächlich durch den Tank ging. Die Vereinbarung selbst und die daran beteiligten Flotten sind zunächst auf Italien beschränkt. Unterwegs sind die Wagen allerdings auch jenseits der Grenze: Getankt werden kann an rund 1.700 Enilive-Stationen in Italien, Deutschland und Österreich, die HVOlution im Sortiment führen. Wer in Italien einen neuen BMW-Diesel kauft, erhält von BMW Italia zusätzlich einen Gutschein für HVOlution.

Enilive-Chef Stefano Ballista sieht in dem Schritt ein greifbares Beispiel dafür, wie Auto- und Energiebranche beim Klimaschutz im Verkehr zusammenrücken. Sein Argument für den Kraftstoff: Da er sich wie fossiler Diesel tanken lasse, ohne dass Motor oder Tankstellennetz angepasst werden müssten, wirke er sofort und nicht erst in ferner Zukunft.

CO₂-Bilanz von HVOlution gegenüber fossilem Diesel

Zur Klimabilanz nennt Enilive eine eigene Angabe, ermittelt nach dem Berechnungsweg der EU-Erneuerbaren-Richtlinie. Über die gesamte Lieferkette gerechnet habe der 2025 produzierte Jahrgang die Treibhausgasemissionen im Schnitt um 79,5 Prozent gegenüber dem fossilen Referenzwert von 94 g CO₂eq je Megajoule gesenkt.

Bildquelle: Shutterstock / CuteCharacters

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