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Nicht der Motor ist das Problem, sondern der fossile Kraftstoff

Politik in Bewegung: Expertenforum empfiehlt Fokus auf E‑Fuels und HVO

Was lange bremste, könnte jetzt beschleunigen: Das vom Bundesverkehrsministerium einberufene Expertenforum EKMI (Expertenforum für klimafreundliche Mobilität und Infrastruktur) hat seinen Abschlussbericht vorgelegt – und spricht eine klare Empfehlung aus: Erneuerbare Kraftstoffe wie E‑Fuels und HVO müssen endlich als echte Klimaschutzoptionen in der Flottenregulierung anerkannt werden.

Klimaschutz braucht mehr als Elektro

Während sich die Debatte über Antriebe lange Zeit auf Batterie vs. Verbrenner beschränkte, bringt der EKMI-Bericht frischen Wind: Nicht der Motor ist das Problem, sondern der fossile Kraftstoff. Deshalb plädieren die Expert:innen für einen technologieoffenen Ansatz, der den realen CO₂-Vorteil erneuerbarer Kraftstoffe wie grünstrombasierte E‑Fuels oder biogenem HVO stärker berücksichtigt.

Planungssicherheit für Investoren und ein grünes Signal für den Markt

Besonders relevant: Das Forum erkennt an, dass Investoren für Produktionsanlagen von E‑Fuels und HVO langfristige politische Verlässlichkeit und wirtschaftliche Anreize benötigen. Denn ohne Sicherheit bei regulatorischen Rahmenbedingungen bleibt der Hochlauf dieser Technologien ein Wunschtraum. Der Vorschlag, erneuerbare Kraftstoffe im Rahmen der europäischen CO₂-Flottenregulierung für Pkw, Lkw und leichte Nutzfahrzeuge anzurechnen, ist ein möglicher Gamechanger.

UNITI fordert klare Weichenstellung der Bundesregierung

Auch die UNITI Bundesverband mittelständischer Mineralölunternehmen e. V. begrüßt die Empfehlungen. UNITI vertritt rund 1.000 mittelständische Unternehmen, darunter Tankstellenbetreiber, Importeure, Händler und Raffinerien. Als starke Stimme des Mittelstands setzt sich der Verband für faire Wettbewerbsbedingungen, Technologieoffenheit und die Integration nachhaltiger Kraftstoffe ein.

Elmar Kühn, Hauptgeschäftsführer von UNITI, macht deutlich: „Der reale Klimaschutzbeitrag erneuerbarer Kraftstoffe muss berücksichtigt werden. Das würde eine gewaltige Bremse beim Hochlauf lösen.“ Gleichzeitig unterstützt UNITI weitere konkrete Empfehlungen aus dem Bericht:

  • 1) Flexibilisierung der Tankstellen-Regelungen (z. B. bei der E5-Schutzsorte), um Platz für neue nachhaltige Sorten zu schaffen
  • 2) Befreiung von der Lkw-Maut bei Einsatz erneuerbarer Kraftstoffe
  • 3) Reform der EU-Energiesteuerrichtlinie, um Preisnachteile von E‑Fuels und HVO auszugleichen

Was bedeutet das für Verbraucher:innen und Mobilität?

Wenn diese Empfehlungen umgesetzt werden, könnte sich für Verbraucher:innen in naher Zukunft viel ändern: Mehr Auswahl an regenerativen Kraftstoffen an der Zapfsäule, neue dynamische Marktakteure und echte CO₂-Reduktion ohne den Zwang, bestehende Fahrzeuge zu verschrotten.

Zudem wäre es ein politisches Signal an die Industrie: Investiert in klimaneutrale Kraftstoffe, sie sind willkommen und sie zählen.

NeoFuels meint: Richtig so!

Für uns ist klar: Nur ein Energiemix kann die Mobilitätswende stemmen. E‑Fuels, HVO, Wasserstoff, Batterie, jede Technologie hat ihren Platz. Der EKMI-Bericht geht hier den richtigen Weg. Wir bleiben dran und analysieren für euch, wie sich diese Empfehlungen in der Klimapolitik der kommenden Monate niederschlagen.

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